Deeskalationsstrategien - Der angenehme Weg der Konfliktlösung


Konfliktgeladene Situationen erfordern ein Höchstmaß an Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen. Das Wissen über funktionierende Deeskalationsstrategien kann ein wichtiger Grundbaustein zur Lösung ebensolcher Situationen sein. Wichtig ist hierbei, dass der Grundsatz "Reden statt Gewalt" immer im Vordergrund des Handelns steht. Konfliktsituationen sind immer eine Auseinandersetzung in der die Rationalität zugunsten der Emotionalität verloren geht. Dabei entsteht ein Rückkopplungseffekt der zur Überspitzung der Situation führt. Denn Emotionen sind ein schwer zu kontrollierender Faktor im Umgang mit den Mitmenschen. Da der Mensch an sich zwar ein vernunftbegabtes Wesen ist, ist es daher immer notwendig an seine Rationalität zu appellieren um eine unnötige Emotionalisierung einer Situation zu vermeiden.


Gegen seine Emotionen kann man aber häufig gar nichts machen. Sei es durch Stress oder durch Ablenkung, in gewissen Situationen kommen die eigenen Emotionen immer zum Vorschein. Gerade schweigsame Menschen haben häufig ein Problem ihre Emotionen richtig auszudrücken, dies muss bei der Anwendung von Deeskalationsstrategien unbedingt beachtet werden. Wer allerdings immer das Credo "Reden statt Gewalt" beherzigt schafft auch die schlimmsten Situationen. Grundlegende Deeskalationsstrategien beruhen auf allgemein anerkannten gesellschaftlichen Umgangsformen wie gegenseitiger Respekt, das Respektieren der Grenzen seines Gegenübers und die Offenheit, Probleme direkt und dennoch einfühlsam anzusprechen. Dennoch reicht dieses allgemeine Wissen häufig nicht, um in einer Situation deeskalierend zu wirken. Eine grundlegende Fähigkeit die daher für die Anwendung einer Deeskalationsstrategie notwendig ist, ist ein gewisses Maß an Empathie, also die Fähigkeit, die Gedanken und die Handlungsweisen seiner Mitmenschen emotional nachvollziehen zu können. Gerade das Credo "Reden statt Gewalt" benötigt diese Fähigkeit mehr als alle anderen Strategien, denn auch in einem offenen Gespräch könne Grenzen sehr schnell überschritten werden. Wer also über das notwendige Einfühlungsvermögen verfügt, kann meist erfolgreich versuchen, Deeskalationsstrategien einzusetzen. Grundlegende Wissen hierüber sind Faktoren wie dosierter Körperkontakt, beispielsweise um zu trösten, das Wissen über die Zukunftserwartungen und die positive oder negative Lebenseinstellung seines Gegenübers, Selbstbetroffenheit, Verhandlungsfähigkeit und Kompromissbereitschaft aber, und letztendlich auch eine der wichtigsten Fähigkeiten: ein gewisses Maß an Selbstironie mit dem man weder schwach noch überheblich wirkt. Der richtige Einsatz von Deeskalationsstrategien ist also etwas schwieriger als man sich denken möchte. Auch Wenn der Grundsatz "Reden statt Gewalt" hierbei eine gute Grundlage bietet, ist es letztendlich doch die Fähigkeit seine eigenen Grenzen zu erkennen und zu beschreiben, die eskalierende Situationen lösbar macht.


Der Grundsatz "Reden statt Gewalt" ist also der wichtigste Grundbaustein sämtlicher Deeskalationsstrategien. Um diese aber letztendlich erfolgreich einsetzen zu können ist eine Grundlegend positive Einstellung und ein umfassendes Maß an Selbstreflektion zwingend Voraussetzung. Denn nur die Fähigkeit, auf andere Einzugehen und sie verstehen zu wollen macht eine Deeskalation einer Konfliktsituation praktisch möglich. Die Fähigkeit die eigenen Wünsche und Bedürfnisse in einem gesunden Maß zurückstellen zu können gehört ebenso zum Rüstzeug wie die Fähigkeit sich gegenüber seinem aggressiven Gegenüber richtig durchzusetzen ohne dabei die Situation eskalieren zu lassen. Wer so handelt und sein Wissen über Deeskalationsstrategien kontinuierlich vertiefen möchte, hat sehr gute Chancen von seinen Mitmenschen akzeptiert und respektiert zu werden und Konfliktsituationen erfolgreich zu lösen. Denn Reden statt Gewalt ist doch immer die beste Lösung.